Nachdem in den Vormonaten die Vorbereitung zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft im Brettspiel sich auch in der Liste der meistgespielten Spiele des Monats wiedergefunden hat, konnte ich im April „befreit“ aufspielen. Entsprechend gibt es neben einigen alten Bekannten auch ein paar Neuzugänge in dieser Ansicht.
Ok, mit „Port Royal“ und „Die Tavernen im Tiefen Thal“ wirkt die DMMiB noch nach, aber gerade bei letzterem musste ja auch die Erweiterung mit ihren vier Modulen mal ausprobiert werden. Es ist ein Punktefest, das tatsächlich zumindest einige Strategien ins Wanken geraten lässt.
„Die Architekten des Westfrankenreichs“ ist ein liebgewonnener Klassiker der Arbeitereinsetzspiele. Endlich gibt es auf BGA eine sehr schöne digitale Umsetzung, aber ich hatte das „echte“ Spiel auch mit im Urlaub. Es ist wirklich leicht erklärt, spielt sich locker runter und bietet dennoch viel Spieltiefe, die mit den Erweiterungen noch enorm zunimmt.
„Axio Rota“ und „Abalone“ sind zwei ältere (im Fall von Abalone deutlich älter) Spiele, die leicht erklärt und gespielt sind, aber mit ihren simplen Regeln viel Überlegung benötigen, um erfolgreich gespielt zu werden.
„Piraten kapern“ und „Kniffel“ spiele ich immer wieder gerne online, daher sind diese Spiele hier häufiger zu sehen.
Dafür gibt es mit „Erde“ und „For Northwood“ gleich zwei ganz aktuelle Spiele, die es in die Liste der meistgespielten Spiele geschafft haben.
„For Northwood“ ist ein Solo-Stichspiel. Das hört sich erst einmal sinnentleert an, ist doch die Interaktion, das Bluffen und das richtige Timing die hohe Kunst des Stichspiels, aber: hier geht es darum, mit bekannten Karten gegen eine unbekannte Zugfolge unter Wahl der Stichfarbe eine festgelegte Stichzahl zu erringen. Damit das klappt, gibt es Hilfsaktionen, die in irgendeiner Form die Kartenstapel manipulieren. Ein wirklich schönes Spiel, das sehr viel Spaß macht.
Spaß macht auch „Erde“. In diesem Spiel pflanzen wir diverse Flora und Fauna in Kartenform in unser eigenes 4×4-Raster, um dort eine möglichst punkteträchtige Mischung aufzubauen. Mit nur vier Aktionen und ganz viel Engine-Building entsteht dabei ein tolles Spiel, bei dem es kaum Downtime für die Mitspielenden gibt, denn jede(r) ist auch im Zug der Mitspieler dran. Zwar hat das Spiel nur wenig Interaktion außerhalb eines Wettbewerbs, wer zuerst bestimmte Ziele erfüllt, dafür ist es höchst unterhaltsam. Eine echt tolle Neuerscheinung von Skellig Games, die ich nur empfehlen kann.

Wer nun Lust zu spielen bekommen hat: am Freitag, 12.05.2023, findet ab 19 Uhr in der Familienbildungsstätte Werne wieder das Spielcafé statt.
