Im März wurde viel Altbekanntes gespielt, was sich in den neun meistgespielten Spielen des Monats zeigt.
Dabeim wurde viel Mensch ärgere dich nicht rausgeholt. Das ist vielleicht nicht gerade mein Lieblingsspiel, aber auch mal eine nette Abwechslung zu einem altbekannten Hirnzwirbler wie Agricola oder dem sehr eleganten, aber durchaus komplexen Die weiße Burg.
Beim schönen Flip-and-write Der Kartograph hatte ich nach der Vorrunde zur DMMiB noch einige offenen Parteien, während beim Schach im März gleich zwei Mannschaftskämpfe anstanden (und eins der Kinder das Spiel mal probieren wollte). Punktesalat kam im März auch ein paarmal auf den Tisch. Die elegante Einfachheit des Kartensammelns hat weiterhin was.
6 nimmt, Can´t stop und Kniffel sind bei mir beliebte Spiele, die man abends zum Ausklang spielen kann. Etwas tiefer als das eingangs angeführte Mensch ärgere dich nicht, aber auch nicht zu anspruchsvoll.
Aber ich habe auch einige neue Spiele kennengelernt:
Challengers! Beach Cup nimmt das Konzept des Kennerspiel des Jahres 2023 auf und modifiziert es nur geringfügig. Ich konnte mit diesem Deckbuilding-Spiel schon nicht viel anfangen, der Beach Cup macht nicht viel besser. Weiterhin baue ich im Turnierformat mein Deck und lasse es quasi automatisch gegen das meines Gegners laufen. Manchmal darf ich eine Entscheidung treffen, aber das war´s dann. Wie das Original kann man Challengers! Beach Cup gut mitspielen, in die eigene Sammlung muss es nicht.
Jaipur steht nur deshalb auf der Liste, weil die letzte Partie in die Zeit vor meiner Spielerfassung fällt. Auch in 2026 funktioniert dieses Zwei-Spieler-Spiel ganz gut.
Witchbound ist ein Abenteuerspiel im Sinne alter Point-and-Click-Computerspiele. Auf Bildern (=ORte) sehe ich Gegenstände mit Nummern, die ich mit der Nummer einer Aktion kombiniere und das Ergebnis im Nachschlagebuch mir anschaue. Die Idee ist gut, der von mir gespielte Beginn ist zumindest vielversprechend.
Zombicide: Feuer frei ist ein kooperatives Flip-and-write im Universum der bekannten Marke. In einer Reihe stürmen die Zombies auf unseren Charakter zu, die umgedrehte Karte sagt uns, welche Trefferform wir einzeichnen dürfen und wie der Sturm der Zombies ausfällt. Durch Erfolge kann man seine Waffen aufbessern, um mehr oder effizienter Schaden zuzufügen, bevor im zweiten Teil des Spiels der Bosszombie kommt. Das Spiel ist gut gemacht, die abwischbaren Karten sind eine schöne Idee und der Kernmechanismus funktioniert.
Ein Roll-and-write ist Copenhagen: Roll & Write. Auch dieser Ableger eines großen Brettspiels funktioniert gut, auch, weil das Spiel nur wenig reduziert wurde. Der Kern des Fassadenbaus bleibt gleich, lediglich das Kartensammeln wurde durch Würfeln ersetzt. Ob es das Roll-and-write im Angesicht des guten Brettspiels und bei der genannten spielerischen Nähe wirklich braucht, sei dahingestellt. Spaß macht es jedenfalls.
Das letzte Spiel in dieser Liste stand viel zu lange unberührt im Spieleschrank. Tyler Sigman´s Crows ist ein sehr interessantes Spiel um das Legen von Plättchen und das Setzen seiner Figur. Zu letzterer fliegen alle namensgebenden Krähen in gerader Linie, sofern kein Hindernis im Wege ist und keine andere Figur in gerader Linie näher steht. Soweit der Kernmechanismus – bestimmte Plättchen nehmen Einfluss auf die anschließende Wertung, zudem gibt es Zauber, mit denen man das Spiel zu seinem Vorteil beeinflussen kann. Mir hat dieses raffinierte Spiel sehr gut gefallen.
Wer nun Lust bekommen hat, selbst wieder zu spielen: das nächste Spielcafé der Familienbildungsstätte Werne findet am 17.04.2026 ab 19 Uhr statt. Diesen und weitere Termine findet ihr hier.

