Von der Steinzeit ins Weltall

Am vergangenen Freitag, dem berühmt-berüchtigten Valentinstag, trafen sich gut 20 Spielbegeisterte jeglicher Altersklasse, um dem gemeinsamen Hobby zu frönen. Beim Spielcafé der Familienbildungsstätte kamen allerlei tolle Spiele auf den Tisch.

Die Bandbreite der gespielten Spiele war wie immer groß: bei „Stone Age“ ging es in die weite Vergangenheit, während bei „Die Quacksalber von Quedlinburg“ oder im Hafen von „Harbour“ ein eher mittelalterliches Flair herrscht. Auch in „Istanbul“ wurde fleißig Handel getrieben. An anderer Stelle ging es viele tausend Jahre in die Zukunft, als bei „Circadians – First Light“ (auf Deutsch als „Zirkadianer – Erstes Licht“ auch erhältlich) ein fremder Planet erforscht wurde.

Zu zwei Spielen möchte ich meinen Eindruck bzw. den der Spielrunde wiedergeben:

Circadians – First Light

Ein hochinteressantes Würfeleinsetzspiel aus dem Hause Garphill Games kam auf den Tisch. Es gilt, an verschiedenen Stellen Siegpunkte zu generieren, um nach acht Runden die meisten davon zu haben. Der Ausbau der eigenen Basis, das Verhandeln mit den Einheimischen, der Bau von Technologien und Orte auf dem Planeten bringen in der Endabrechnung Punkte, wobei der Weg dahin dem Spieler überlassen bleibt. So entwickelte sich durch die Asymmetrie der Planetenoberfläche ein spannendes Spiel, da die Beteiligten sich in verschiedene Richtungen bewegten und so völlig verschiedene Ressourcenschwerpunkte setzten. Die verschiedenen Eigenschaften der Spielercharaktere sowie der Basenbau und das verdeckte, punktgenaue Einsetzen von Würfeln erfordern schon einiges an Konzentration, sorgen aber für viel Variation und ein wirklich gelungenes Spiel. Für Spieler, die es gerne etwas anspruchsvoller haben, ist „Circadians – First Light“ ein Empfehlung wert.

Harbour

Für 1-4 Spieler ist dieses kleine Arbeitereinsetzspiel gedacht. Mit unserer Figur können wir aus den verschiedenen Gebäuden aussuchen, deren Effekte wir nutzen wollen. Ziel ist es, das eigenen Warenlager zu füllen und im rechten Moment, wenn der Markt es hergibt, die eigenen Waren zu verschiffen, um ein Gebäude zu kaufen. Wer zuerst das vierte Gebäude gekauft hat, leitet das Ende ein. Es werden die Siegpunkte der eigenen Gebäude gezählt. Wer davon die meisten hat, gewinnt das Spiel.

Erklärt ist Harbour schnell, durch die Vielzahl an Gebäuden entsteht extrem viel Variation. Nimmt man die Charakterkarten dazu, so dass jeder Spieler etwas andere Fähigkeiten hat, wird es ein wirklich vielfältiges Spiel. Allerdings haben wir gemerkt, dass es mit vier Spielern gar nicht so einfach ist. Selbst der Hersteller behauptet, dass 1-3 Spieler optimal seien, auch Boardgamegeek sieht 2 Spieler als beste Zahl an. Das ist nachvollziehbar, denn bei vier Spieler fällt viel Planbarkeit weg, denn der Markt bewegt sich zwischen zwei eigenen Zügen viel zu sehr, als dass man sich die nächsten Züge gut ausrechnen kann. Dennoch ist Harbour ein schönes Spiel, das mit einer Stunde Spielzeit auch nicht zu lang in Anspruch nimmt.

Quacksalber von Quedlinburg
Das Kennerspiel des Jahres 2018 hat das "Bag-Building" wieder auf den Tisch gebracht.
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Wer Lust hat, in gemütlicher Atmosphäre und netter Gesellschaft ein schönes Spiel zu spielen: am Freitag, 13. März 2020, um 19 Uhr findet das nächste Spielcafé der Familienbildungsstätte Werne statt.

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